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Termine:
   
GAJ-Plenum jeden Freitag 18°° Uhr
   
 
 
     



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DEMO: 11.09.2008



Für die sofortige Auflösung des Ustascha-FaschistInnen Treffens!!!


Zum 63. Mal wird heuer am 17.5.2008 von SympatisantInnen des kroatischen Faschismus eine Gedenkmesse für die getöteten Ustascha-Soldaten auf dem Loibacher Feld bei Bleiburg/Pliberk abgehalten.

Mittlerweile ist die kleine Stadt im Jauntal/Podjuna zum rituellen Wallfahrtsort für die Ustascha-AnhängerInnen geworden, allerdings unterstützen, neben der katholischen Kirche, auch die HDZ und die SDP (die zwei relevanten Parteien Kroatiens) die jährliche und immer größer werdende Gedenkveranstaltung. Auf diese Weise wird der faschistische Staat rehabilitiert und das Gedenken an die ermordeten faschistischen TäterInnen auf eine Stufe mit dem Gedenken an die Opfer des KZ Jasenovac gestellt.

Die Ustascha hatten im zweiten Weltkrieg an der Seite Nazi-Deutschlands gekämpft. Im Mai 1945 kam es in der Region um Bleiburg/Pliberk zu einem der letzten Gemetzel des Zweiten Weltkrieges.
Nach der Kapitulation Nazi-Deutschlands flüchteten etwa 40.000 slowenische Heimwehrleute (Domobranci), serbische Tschetniks, Ustascha-Soldaten und ihr ziviler Anhang vor den jugoslawischen PartisanInnen nach Österreich. Dort ergaben sie sich der britischen Besatzungsmacht. Die BritInnen schickten diese zu den neuen jugoslawischen MachthaberInnen unter der Führung von Josip Broz Tito zurück.

Die Ustascha-Bewegung

Die 1929 von Ante Pavelic im Exil gegründete Ustascha-Bewegung gelangte in Kroatien 1941 von Hitlers Gnaden als Handlangerin der Nazis an die Macht. Während der Herrschaft der kroatischen FaschistInnen im NDH-Staat ("Nezavisna Drzava Hrvatska" - Unabhängiger Staat Kroatien) wurden mehrere hunderttausend SerbInnen, JüdInnen, Roma und kroatische AntifaschistInnen ermordet, u. a. im Konzentrationslager Jasenovac, das als das größte Vernichtungslager des zweiten Weltkriegs auf dem Balkan gilt und im Sommer 1941 vom Ustascha-Regime rund 120 Kilometer südöstlich von Zagreb aufgebaut wurde.
Als ein Beispiel der ihnen zuzuschreibenden Gräueltaten soll hier genannt werden, dass im KZ Jasenovac der Franziskaner Stipendiat Brzica eigenhändig in einer Nacht, und zwar am 29.August 1942, tausenddreihundertsechzig SerbInnen, Juden und Jüdinnen mit seinem Spezialmesser massakriert hatte und mehrere Male vor geronnenem Blute, das ihn an seiner Bewegungsfreiheit hinderte, seine Schürzen wechseln musste. Halsketten aus serbischen Ohren und abgeschnittene Brüste und Penisse waren Gang und Gebe. Der italienische Schriftsteller Curzio Malaparte hingegen sprach von Körben am Tische Pavelic, welche mit vierzig Pfund serbischer Augen gefüllt waren.
Und diesen MörderInnen wird auch dieses Jahr wieder von Tausenden, am Bleiburger Feld Versammelten, gedacht werden.

Dabei ist es kaum verwunderlich, dass die Kriegsverbrechen und oben beschriebenen Grausamkeiten des Ustascha-Regimes bei der Gedenkfeier schlichtweg verschwiegen werden.

"Wir dulden keine Verherrlichung, Ehrung oder Kreation eines Opfermythos der Ustascha-Soldaten." Meint Franz Gans von der GAJ Kärnten/Koroska, und meint weiters: "Eine Gedenkveranstaltung, die Geschichtsrevisionismus betreibt, muss aufgelöst werden. Sowohl in Bleiburg/Pliberk als auch am Ulrichsberg. Es ist bezeichnend für die Kärntner Politik, wenn sie rechtsextreme Treffen hofiert und unterstützt, sich aber bis heute nicht dazu durchgerungen hat, die Opfer der NS-Justiz zu rehabilitieren. Als I-Tüpfelchen lädt Haider dann auch noch den bekannten Ustascha-Sänger Thompson nach Kärnten ein.
Als Forderung bleibt die längst überfällige Entschädigung aller NS-Opfer! "

Die GAJ Kärnten/Koroška lädt übrigens ein:

17.5. 2008
Antifaschistische Kundgebung gegen das Ustascha-Treffen.
10. Oktober-Platz Bleiburg/Pliberk
Ab 10.00 Uhr



Proteste von MigrantInnen in Slowenien

Zwischen 2006 und 2007 wurde in Slowenien gezählten drei Personen Asyl gewährt. Dahinter verbergen sich jedoch hunderte Asylsuchende, deren Gesuche abgelehnt werden und die in Asylheimen und Abschiebelagern festgehalten werden. Dort sind sie Opfer brutaler Polizeigewalt - Unterernährung, Misshandlungen und Abschiebungen behören zum Alltag.
Seit einigen Wochen haben sich Asylsuchende Menschen in sloweniens Hauptstadt Ljubljana zu einem antirassistischen Netzwerk zusammengeschlossen, dessen Forderung nach unbedingter Bewegungsfreiheit nun auch vermehrt in die Öffentlichkeit getragen wird. Für nächste Woche sind Proteste auf den Strassen Ljubljanas angekündigt.

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8. März, Internationaler Frauentag


Die Geschichte des internationalen Frauentags ist gleichzeitig auch ein Stück Geschichte des politischen Kampfes um soziale und politische Gerechtigkeit. Der 8 März ist weltweit ein Tag der Solidarität für gleiche und bessere Arbeits- und Lebensbedingungen von Frauen.

Zur Geschichte:

Die deutsche Sozialistin Clara Zetkin schlug auf der zweiten Internationalen sozialistischen Frauenkonferenz am 27 August 1910 in Kopenhagen die Einführung eines internationalen Frauentages vor, ohne jedoch ein bestimmtes Datum zu favorisieren. Einige Monate später wurde am19. März 1911 der erste Frauentag gefeiert. Im Jahr 1921 wurde der 8 März zum internationalen Frauentag erklärt, um die Rolle der Frauen in der russischen Februarrevolution von 1917 zu würdigen. Da die sozialistische Bewegung an der Entstehung des Frauentages maßgeblichen Anteil hatte, wurde er unter den faschistischen Diktaturen in Europa verboten. Im Nationalsozialismus wurde er durch den Muttertag ersetzt, der dem nationalsozialistischen Frauen- bzw. Mutterideal eher entsprach, der in den Rang eines offiziellen Feiertages erhoben.

Wir wollen den internationalen Frauenkampftag wieder nutzen, um unsere Kritik an einer durch und durch patriarchalen Gesellschaft zum Ausdruck zu bringen. Dass wir im "zivilisierten" Mitteleuropa nur in scheinbarer Gleichberechtigung leben, sollte den meisten klar sein. Schönheitsdogmen, Benachteiligung, Vergewaltigungen, widerwärtige Sprüche, Ausgrenzung... wer als Frau in dieser Gesellschaft groß wird, muss einiges ertragen. Frauen verrichten weltweit 2/3 aller gesellschaftlich notwendiger Arbeit, erhalten dafür 1/10 des Lohns und verfügen über 1/100 der Produktionsmittel. Diese Aufgabenverteilung zwischen den Geschlechtern führt für die Frauen zu sozialer Unterordnung und ökonomischer Abhängigkeit.

Wir wenden uns gegen jede Form von Herrschaft und Unterdrückung, wie Sexismus, Rassismus, Antisemitismus und Homophobie. Diese Herrschaftsverhältnisse können nicht isoliert voneinander betrachtet und bekämpft werden, da sie sich gegenseitig bedingen und überschneiden.
Die Befreiung der Frau kann nicht innerhalb kapitalistischer Strukturen erreicht werden.
Deshalb ist die Überwindung der gesellschaftlichen Verhältnisse notwendig!

Feuer und Flamme dem Patriarchat, Kampf dem Sexismus in Alltag und Staat!

Anlässlich des 8. März zeigen wir folgenden Film:
Aileen Wuornos: The Selling of a Serial Killer (1992):
Aileen Carol Pittman wurde vom dem US- Bundesstaat Michigan zu Tode verurteilt. Bei ihrer Gerichtsverhandlung wurde schlicht ignoriert, dass sie von den Männern vergewaltigt wurde und sie nur aus Notwehr gehandelt hatte.

Samstag, 08.03.2008 19.00 Uhr
Bahnhofstraße 34
GAJ_BÜRO


 

PolitKinoBeisl - Samstag, 15.03.2008


Im Morgengrauen des 27. Mai 1999 stürmen 850 Polizisten Wohnungen und Flüchtlingsheime in ganz Österreich. Der Codename der Polizeiaktion ist „Operation Spring“, es ist die größte kriminalpolizeiliche Aktion seit 1945. Insgesamt werden an die 100 Afrikaner verhaftet.

Die Medien berichten von einem noch nie dagewesenen Erfolg der Polizei im Kampf gegen die Organisierte Kriminalität. Mit Hilfe des ersten Großen Lauschangriffs sei es gelungen, die Bosse eines international agierenden Nigerianischen Drogenrings festzunehmen. Drogen wurden jedoch kaum gefunden. Trotzdem wurde die Aktion anfangs als Sprengung eines "Nigerianischen Drogenringes" samt Verhaftung der vermeintlichen Bosse verkauft. Nach und nach erwies sich der "Erfolg gegen die nigerianische Drogenmafia" als immer größerer Flop.

Er hatte jedoch sein Ziel erreicht. Einerseits wurde der Widerstand der sich zu dieser Zeit organisierenden African Communities fast zum Verstummen gebracht, andererseits manifestierte sich das Bild des "Nigerianischen Drogendealers" bzw. des "Schwarzafrikaners", der an jedem Eck mit Drogen handelt.

In den Medien wurde über die Verbindung von Drogen und Asyl ein Zusammenhang zwischen Legitimität der restriktiven Asylpolitik und den Drogenrazzien hergestellt.
In den folgenden Jahren entwickelt sich daraus das größte Justizverfahren gegen Afrikaner in Österreich. Fast alle Angeklagten werden verurteilt. Das gesamte Strafausmaß beträgt mehrere hundert Jahre Haft.

OPERATION SPRING ist ein Dokumentarfilmthriller über die Erprobung neuer Ermittlungsmethoden und Gesetze in Österreich. Schritt für Schritt werden die damaligen Ereignisse aufgerollt und die Hauptbeweismittel unter verschiedenen Blickwinkeln akribisch untersucht.
Beteiligte der involvierten Seiten erzählen, was sie damals erlebt haben, wie sie die Ereignisse wahrgenommen haben. Unter ihnen Richter, Anwälte, ein Beamter aus dem Justizministerium, ein ehemaliger Kronzeuge und ein verurteilter und inhaftierter Afrikaner.

Der Film stellt die Frage, ob die Angeklagten jemals die Chance auf ein faires Verfahren hatten.


PolitKinoBeisl

Samstag, 15.03.2008, 19.00 Uhr
Bahnhofstraße 34, GAJ Büro

Das PolitKinoBeisl findet einmal im Monat statt. Wir zeigen Filme zu politischen Themen um eine Auseinandersetzung und Diskussion anzuregen.
Wir verlangen weder einen Eintrittspreis noch eine Spende um mit der vorherrschenden Profit- und Verwertungslogik zu brechen und jeden den Zutritt zu ermöglichen, unabhängig davon wie viel Geld sie/er zur Verfügung hat.


 


PolitKinoBeisl - Samstag, 26.01.2008


Haus leer, Haus her! Freiräume schaffen!

In Kärnten stehen tausende Häuser ungenützt leer. Die meisten dienen als reine Immobilienspekulation. Gleichzeitig explodieren die Mietpreise. Die Folge dieser kapitalistischen Logik: Obdachlosigkeit und massiver Mangel an Freiräumen.
Das es in Klagenfurt einen großen Bedarf an selbstverwalteten und herrschaftsfreien Räumen gibt, zeigt die große Beteiligung Jugendlicher an der Besetzung des Bomba Clabs am Kreuzbergel, sowie an mehreren Demonstrationen für Freiräume.
Auf der ganzen Welt besetzen Menschen leerstehende Häuser um sie für Kunst-, Kultur- und politische Projekte öffentlich zugänglich zu machen.
Dieser Filmabend beschäftigt sich mit dieser Thematik und anschließend können Perspektiven für Klagenfurt diskutiert werden.

Table Bed Chair (30 min.)
Table Bed Chair ist ein low-budget Dokumentarfilm über die HausbesetzerInnen-Szene Amsterdams. In Kombination mit Einblicken in die impulsive Geschichte der BesetzerInnen, nimmt der Film die außerordentliche gesetzliche Situation der Niederlande sowie ausgeprägte autonome Strukturen und gebräuchliche Praktiken unter die Lupe.

+mehrere Kurzfilme zum Thema Freiräume von KanalB

PolitKinoBeisl

Samstag, 26.01.2008, 19.00 Uhr
Bahnhofstraße 34, Grünen Büro

Das PolitKinoBeisl findet einmal im Monat statt. Wir zeigen Filme zu politischen Themen um eine Auseinandersetzung und Diskussion anzuregen.
Wir verlangen weder einen Eintrittspreis noch eine Spende um mit der vorherrschenden Profit- und Verwertungslogik zu brechen und jeden den Zutritt zu ermöglichen, unabhängig davon wie viel Geld sie/er zur Verfügung hat.

 

 

Filmforum-Menschenrechte: Häusliche Gewalt


Häusliche Gewalt ist die häufigste Ursache für Verletzungen bei Frauen. Ihr eigenes Zuhause - die Familie - ist der gefährlichste Ort für eine Frau. Eine von fünf Frauen ist laut Schätzungen in Österreich von Gewalt durch einen männlichen Verwandten, Freund oder Bekannten betroffen. Gewalt an Frauen zieht sich durch alle Schichten, Altersgruppen und Staatszugehörigkeiten. Es gibt kein typisches Opfer! Alle Formen von häuslicher Gewalt haben aber eines gemeinsam: Sie dienen zur Erzeugung von Angst und zur Ausübung von Macht und Kontrolle über die Frau.

Gewalt an Frauen ist keine Privatsache, die patriachalen Strukturen unserer Gesellschaft sind die Voraussetzung dafür!!


Gezeigt wird der Film: Te doy mis ojos (Ich gebe dir meine Augen)

In einer Winternacht flüchtet eine Frau aus ihrem Haus. Nach 9 Jahren Ehe hat sie begriffen, dass die Misshandlungen ihres Ehemannes nie aufhören werden. Er liebe seine Frau, sagt er. Sie sei seine Sonne und habe ihm "ihre Augen gegeben". Aber er hat eine falsche Auffasung von Liebe.....


Das PolitKinoBeisl findet einmal im Monat statt. Wir zeigen Filme zu politischen Themen um eine Auseinandersetzung und Diskussion anzuregen.
Wir verlangen weder einen Eintrittspreis noch eine Spende um mit der vorherrschenden Profit- und Verwertungslogik zu brechen und jeden den Zutritt zu ermöglichen, unabhängig davon wie viel Geld sie/er zur Verfügung hat.

Polit Kino Beisl
Donnerstag, 20.12.2007 , 19:00 Uhr , GAJ Büro
(Bahnhofstraße 34, 9020 Klagenfurt/Celovec)